22. November 2018

Giorgio Bassani, Il giardino dei Finzi-Contini

„Splendida notte di luna, gelida, limpidissima. Per le vie non passava nessuno o quasi, 
e corso Giovecca e corso Ercole I d’Este, lisci, sgombri, e d’un biancore quasi salino, 
mi si aprivano dinanzi come due grandi piste. Pedalavo al centro della strada, 
in piena luce, con le orecchie indolenzite dal gelo; […]. La gomma della ruota 
anteriore frusciava appena nella neve indurita, e l’asciutto polverio 
che sollevava mi riempiva d’un senso di gioia spericolata, come se stessi sciando.“ 
(Giorgio Bassani, Il giardino dei Finzi-Contini, 1962, III, 7)

                                
ER-LESENES ITALIEN
Italienische Literatur im Fokus


DR. MIRJAM WENZEL
im Gespräch mit Dr. Stefana Sabin


über

Giorgio Bassani 
Il giardino dei Finzi-Contini / Der Garten der Finzi-Contini

Donnerstag, 22. November 2018, 19.30 Uhr


Giorgio Bassanis Roman Il giardino dei Finzi-Contini ist ein Klassiker der italienischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Stilistisch treffen darin Neorealismo auf Modernismo, inhaltlich verschränkt sich Gesellschafts- und Liebesgeschichte. Dabei ist das auch ein politischer Roman, in dem anhand der Geschichte der jüdischen Familie Finzi-Contini und deren Freunde die dunkle Epoche des Faschismus rekonstruiert wird.

Dr. Mirjam Wenzel ist Direktorin des Jüdischen Museums in Frankfurt am Main. Nach dem Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft und der Politikwissenschaft in Berlin promovierte sie im Januar 2008 an der Ludwig-Maximilians-Universität München über das Thema „Im Gericht mit sich und den anderen. Von der Schuldfrage zum Dokumentartheater der sechziger Jahre“. Die Arbeit wurde publiziert mit dem Titel Gericht und Gedächtnis. Der deutschsprachige Holocaust-Diskurs der sechziger Jahre, Göttingen 2009. Von 2000 bis 2007 arbeitete sie außerdem als freie Kuratorin mit den Schwerpunkten zeitgenössische israelische Kunst und digitale Kunst. 2007 bis 2015 war sie Leiterin der Medienabteilung am Jüdischen Museum Berlin, bevor sie 2016 nach Frankfurt wechselte.

Dr. Stefana Sabin, Literaturwissenschaftlerin und Publizistin, schreibt regelmäßig für die Neue Zürcher Zeitung und faust-kultur.de, zuletzt erschienen sind die Bände Die Welt als Exil, Göttingen 2008, Die Wahrheit der Literatur, Marburg 2010, Shakespeare auf hundert Seiten, Stuttgart 2014, Dante auf hundert Seiten, Stuttgart 2015.

Eintritt 10 €, erm. 8 €


Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main

 

 

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